Unternehmen
Die DEG, ein Tochterunternehmen der KfW, finanziert Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Als einer der größten europäischen Entwicklungsfinanzierer fördert sie den Ausbau privatwirtschaftlicher Strukturen, um zu nachhaltigem Wachstum und besseren Lebensbedingungen beizutragen.
1962 auf Initiative des ersten deutschen Entwicklungsministers Walter Scheel und des damaligen schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Kai Uwe von Hassel gegründet, setzt sich die DEG seit 50 Jahren dafür ein, die Lebensbedingungen der Menschen in den Partnerländern zu verbessern. Dazu fördert sie aussichtsreiches unternehmerisches Engagement und finanziert und berät die Unternehmen. Eingesetzt werden dafür fast ausschließlich Eigenmittel, keine Haushaltsmittel des Bundes.
Die DEG investiert in rentable, nachhaltig entwicklungswirksame Projekte in allen Wirtschaftssektoren: von der Agrarwirtschaft über die Verarbeitende Industrie und Dienstleistungen bis zur Infrastruktur. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Finanzsektor, um vor Ort einen verlässlichen Zugang zu Investitionskapital zu ermöglichen. Mit einem Portfolio von aktuell über 5,6 Milliarden Euro trägt die DEG zu unternehmerischen Investitionen mit einem Gesamtvolumen von rund 39 Milliarden Euro bei.
Die unternehmerische Entwicklungszusammenarbeit ist ein wichtiges Element der Entwicklungspolitik: Erfolgreiche, nachhaltig lebensfähige private Unternehmen erzeugen wirtschaftliches Wachstum in den Partnerländern. Sie schaffen Arbeit und Einkommen, tragen durch die Herstellung wettbewerbsfähiger Produkte zu einer verbesserten Devisenbilanz der Länder und durch Steuerzahlungen zu Staatseinnahmen bei und erhöhen die Wertschöpfung im Land, indem lokal verfügbare Ressourcen weiter verarbeitet werden.
Die DEG nimmt ihre Rolle als Förderer der Privatwirtschaft in zweifacher Hinsicht wahr: Sie ist der verlässliche Finanzierungspartner für Unternehmen, die investieren. Und sie legt zugleich besonderes Augenmerk darauf, dass diese Investitionen positive Effekte für die Entwicklungsländer haben. Damit trägt die DEG zu den Millennium Development Goals bei, der gemeinsamen Verpflichtung von Industrie- und Entwicklungsländern zur nachhaltigen Bekämpfung der Armut.
Weiterführende Informationen