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Qualifizierte Arbeitsplätze in Tunesien erhalten

Meldung vom 14.09.2020 / DEG

Wenn Unternehmen aufgrund der Corona-Pandemie ihre Mitarbeiter weniger einsetzen können, ist in Deutschland das Kurzarbeitergeld das Mittel der Wahl. In Tunesien gab es ebenfalls Bemühungen die verhindern sollten, dass Beschäftigte während des landesweiten Lockdowns kurzfristig ihren Arbeitsplatz verlieren. Allerdings sollten in Tunesien tätige ausländische Unternehmen allein die Löhne weiterzahlen, ohne staatliche Unterstützung. Das kann auch gewachsene Unternehmen schnell an den Rand der Belastbarkeit bringen.

In Tunesien produziert auch die Kaschke Components GmbH: in fünf Werken stellt sie in kundenspezifische induktive Bauelemente, hauptsächlich für elektrische Kreisläufe her. Sie finden sich unter anderem in Industrierobotern, Waschmaschinen, Elektroautos oder in der Medizintechnik.

Die DEG hat dem Unternehmen kurzfristig einen Kredit aus dem mit Mitteln des BMZ ausgestatteten AfricaConnect-Programm für coronabedingte Maßnahmen zur Verfügung gestellt. Die Löhne und Gehälter – auch von befristeten Angestellten – konnten so gesichert werden. Immerhin 1.800 Mitarbeiter, davon 90 Prozent Frauen, beschäftigt Kaschke in Tunesien, zum Teil gehören sie schon in zweiter Generation zum Unternehmen. Denn der deutsche Mittelständler produziert bereits seit mehr als 40 Jahren Bauteile in dem nordafrikanischen Land. „Das Vertrauen der DEG und die Flexibilität bei der Verwendung des Kredits inmitten einer so großen Krise hat uns sehr geholfen, unseren Mitarbeitern weiterhin eine Existenzgrundlage zu geben. Bisher haben wir als mittelständisches Unternehmen keine Kredite für Tunesien bekommen”, so Joachim Prieß, Geschäftsführer der Kaschke Components GmbH.

AfricaConnect ist ein Bestandteil des Entwicklungs- und Investitionsfonds der Bundesregierung und wird von der DEG umgesetzt. Es richtet sich an Tochtergesellschaften europäischer Unternehmen, die bereits in Afrika aktiv sind oder den Markteintritt planen.

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