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Uganda: Junge Landbewohner werden zu selbständigen Kaffee-Experten

Meldung vom 08.03.2019 / DEG

Kyagalanyi Coffee, Uganda, Afrika, Kaffee, Landwirtschaft

Ugandas Haupteinnahmequelle ist der Anbau von Kaffee. Allerdings bewirtschaften häufig einzelne Kleinbauern bescheidene Flächen mit unrentablen Anbaumethoden. Gerade für junge Leute bieten sich daher auf dem Land scheinbar nur wenige Perspektiven. Sie ziehen in die Städte.

Durch Fortbildungsprogramme, so die Idee des Kaffee-Exporteurs Kyagalanyi Coffee Ltd., könnten die Kaffeebauern ihre Erträge merklich erhöhen und dadurch den Kaffeeanbau auch für die junge Generation attraktiver machen. Für einen einzelnen Kaffeeexporteur in Uganda ist es jedoch zunächst wenig attraktiv, Fortbildungsprogramme für Kleinbauern zu entwickeln, da diese ihren Kaffee an unterschiedliche Zwischenhändler verkaufen.

Durch eine Ko-Finanzierung der DEG erhielt Kyagalanyi Coffee, einer der ältesten Kaffee-Exporteure Ugandas, die nötige Unterstützung, um ein erfolgsversprechendes Fortbildungsprogramm aufzusetzen. In den letzten drei Jahren wurden mehrere „Coffee Youth Teams“ etabliert: Junge Menschen werden zu selbständigen Experten für nachhaltigen Kaffeeanbau ausgebildet, die die lokalen Kleinbauern beraten können. Sie entwickeln Unternehmergeist, bauen sich eine Einnahmequelle und dauerhafte Bleibeperspektiven auf dem Land auf. Die ersten Teams haben diese Qualifizierung nun erfolgreich abgeschlossen.

Kyagalanyi Coffee, Uganda, Afrika, Kaffee, Landwirtschaft

Aus Mitteln des develoPPP.de Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) konnte die Ausbildung von insgesamt 30 Teams mit drei bis sechs jungen Leuten mitfinanziert werden. In intensiven Trainings lernen sie "gute landwirtschaftliche Praktiken“ (GAPS) für den Kaffeeanbau kennen – wie etwa Kaffeepflanzen richtig zu beschneiden und zu düngen. Im Vordergrund stehen aber unternehmerische Fähigkeiten: die Entwicklung von Geschäftsmodellen und Preisbildung für ihre Dienstleistungen. Feedback-Workshops ermöglichen es den Teams, sich über Erfolge und Misserfolge auszutauschen und voneinander zu lernen.

Mit diesem Rüstzeug gehen die Teams auf die Kaffeebauern der Region zu und bieten als selbständige Berater ihr Know-how an. Nach anfänglichen Hürden – so mussten die Bauern erst erkennen, dass es sich lohnt, für die Beratung durch die Jugendteams zu bezahlen – steigt das Interesse an den Beratungsleistungen kontinuierlich.

Die Kaffeeproduktion in den Projektgebieten konnte so teilweise deutlich gesteigert werden und bietet eine bessere Lebensgrundlage für die Kaffeebauern. Gleichzeitig erfahren die jungen Leute, dass sie selbst vor Ort etwas bewegen und für ihren eigenen Lebensunterhalt sorgen können. Die Teammitglieder spornen sich gegenseitig an, unternehmerisch zu denken. Einige waren bereits so erfolgreich, dass sie sich weitere Einkommensquellen wie etwa eine kleine Viehzucht aufbauen konnten. Für die Entwicklung der Coffee Youth Teams von Kyagalanyi Coffee war die Kofinanzierung und Unterstützung durch die DEG eine entscheidende Voraussetzung.

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