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Meldung vom 13.10.2026 / DEG

DEG stärkt Finanzierungschancen für Unternehmerinnen und Kleinunternehmen in Peru

Drei Herren vor einer Filiale der peruanischen Sparkasse Caja Arequipa
Stefan Blum, Leiter des DEGBüros in Lima, Carlos Alberto A. Rodríguez Martinez, Chairman of the Board of Caja Arequipa und Sebastian Guevara, DEG Büro Lima feiern die Zusage.

Die DEG stellt der Caja Arequipa, der führenden kommunalen Sparkasse Perus, eine Finanzierung in Höhe von 50 Mio. USD zur Verfügung. Das nachrangige Darlehen stärkt die Kapitalbasis des Instituts und unterstützt den nachhaltigen Ausbau der Finanzierung von Kleinst- und Kleinunternehmen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf bislang unterversorgten Kundengruppen sowie auf von Frauen geführten Unternehmen. Für die DEG ist dies die erste Transaktion mit einer Sparkasse in Peru.

Die Caja Municipal de Ahorro y Crédito Arequipa S.A. (Caja Arequipa) wurde 1986 gegründet und hat sich von einem regionalen Finanzinstitut zu einem landesweit tätigen Anbieter von Finanzdienstleistungen entwickelt. Heute zählt sie zu den sieben größten Finanzinstituten Perus und ist die größte Finanzinstitution des Landes außerhalb des Bankensektors.

Das Geschäftsmodell der Caja Arequipa richtet sich gezielt an Menschen und Unternehmen mit eingeschränktem Zugang zu klassischen Bankdienstleistungen. Zu ihren Kundinnen und Kunden zählen Kleinst- und Kleinunternehmen, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Haushalte in ländlichen Regionen und benachteiligten städtischen Gemeinden.

Einer der von Caja Arequipa finanzierten Unternehmer ist Leonidas Chipana, Biochemiker aus San Ramón im tropischen Hochland Ostperus. Er erhielt 2013 seine erste Finanzierung durch die Sparkasse, um sein damals noch junges Unternehmen für Düngemittel auszubauen. Seither ist das Geschäft kontinuierlich gewachsen und ermöglichte ihm die Diversifizierung in den Ökotourismus. Heute betreibt er eine Lodge in den Bergen, die nach nachhaltigen und ressourcenschonenden Prinzipien geführt wird. Ergänzt wird das Angebot durch Aufforstungsmaßnahmen in der Region.

Finanzierung für kleine Unternehmen und Unternehmerinnen

Mit dem nachrangigen Tier-II-Darlehen stärkt die DEG die Eigenkapitalbasis der Caja Arequipa und schafft die Grundlage für eine nachhaltige Ausweitung ihres Kreditgeschäfts. Davon profitieren insbesondere Kleinst- und Kleinunternehmen, die einen wichtigen Beitrag zu Beschäftigung und lokaler Wirtschaftsentwicklung leisten, jedoch häufig nur eingeschränkten Zugang zu passenden Finanzierungsangeboten haben.

Ein Teil der Mittel ist gezielt für die Finanzierung von Unternehmen vorgesehen, die von Frauen geführt werden. Die Investition trägt damit dazu bei, wirtschaftliche Chancen für Frauen zu verbessern, finanzielle Inklusion zu fördern und bestehende Ungleichheiten zu verringern.

Zu den Unternehmerinnen, die von Caja Arequipa finanziert werden, gehört Patricia Roque. Sie führt eine Schneiderei in Puno in den peruanischen Anden. Mit ihrem ersten Kredit im Jahr 2010 konnte sie Overlock-Nähmaschinen sowie hochwertige Materialien anschaffen und dadurch die Produktivität und Effizienz ihres Betriebs steigern. Weitere Finanzierungen ermöglichten ihr später die Erweiterung der Werkstatt sowie den Erwerb eines Eigenheims.

Beitrag zur regionalen Entwicklung

Auch über ihr Kreditgeschäft hinaus leistet die Caja Arequipa einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Region. Als bedeutende Arbeitgeberin stärkt sie die lokale Wirtschaft direkt. Alleinige Eigentümerin der Sparkasse ist die Stadt Arequipa, die die erhaltenen Dividenden ausschließlich für Infrastrukturvorhaben und Projekte mit sozialem Mehrwert in der Region einsetzt.

Darüber hinaus engagiert sich die Caja im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie für finanzielle Bildung. Sie bietet Schulungen für Schülerinnen und Schüler, Frauen, Unternehmen sowie Kleinstunternehmerinnen und -unternehmer an und unterstützt zugleich Initiativen zur Umweltbildung.

So führte die Caja Arequipa 2025 gemeinsam mit der Päpstlichen Katholischen Universität von Peru ein Programm zur finanziellen Bildung durch, von dem rund 2.000 Unternehmerinnen in Lima, Arequipa und weiteren Regionen des Landes profitierten.

Finanzierung und Nachhaltigkeit gemeinsam voranbringen

Der Mehrwert des DEG-Engagements geht über die Bereitstellung langfristigen Kapitals hinaus. Die DEG wird die Caja Arequipa dabei unterstützen, ihr Management von Umwelt- und Sozialrisiken weiterzuentwickeln und entsprechende Standards zu stärken.

Zudem prüft die DEG Möglichkeiten für eine begleitende technische Zusammenarbeit. Potenzielle Themenfelder sind die Förderung grüner Finanzierungen sowie die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements.

Damit leistet die Partnerschaft einen Beitrag zu mehr finanzieller Inklusion, zur Förderung kleiner Unternehmen und zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung in Peru.

Kontakt

DEG-Pressestelle

Kämmergasse 22

50676 Köln