Meldung vom 25.06.2026 / DEG

Sechs Monate UkraineConnect: DEG und Bundeswirtschaftsministerium stärken Investitionen in der Ukraine

Anlässlich der Ukraine Recovery Conference 2026 in Danzig kündigt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) weitere Mittel für Investitionen in der Ukraine an.

Die DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH setzt sich im Rahmen der Maßnahme UkraineConnect weiter dafür ein, privatwirtschaftliches Engagement in der Ukraine zu ermöglichen. Rund sechs Monate nach dem Start hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) jetzt vor der Ukraine Recovery Conference (URC) 2026 in Danzig angekündigt, die Mittel für das gemeinsam mit der DEG umgesetzte Finanzierungsinstrument um rund 38 Mio. EUR aufzustocken. Mit UkraineConnect erhalten deutsche und europäische Unternehmen attraktive Darlehen und werden so dabei unterstützt, Investitionen in der Ukraine auch unter schwierigen Rahmenbedingungen zu realisieren. Die Maßnahme ergänzt bestehende Instrumente wie Exportkredit- und Investitionsgarantien.

Investitionen in Lieferketten, Logistik und erneuerbare Energien

Anlässlich der URC konnten weitere mit UkraineConect-Mitteln ermöglichte Investitionsvorhaben auf den Weg gebracht werden: Für drei Vorhaben von Unternehmen wurden dort rund 13.5 Mio. EUR zugesagt. Dazu zählt das Investitionsprojekt eines deutschen Mittelständlers aus der Getränkeindustrie. Mit dem Markteintritt in der Ukraine mittels eines Joint Ventures baut das Unternehmen seine Wertschöpfungstiefe aus und stärkt zugleich deutsch-ukrainische Lieferbeziehungen.

Für ein deutsches Unternehmen im Bereich Logistik wird die Erweiterung von lokalen Kapazitäten finanziert. Das Projektvolumen trägt zur Stärkung der ukrainischen Logistikinfrastruktur sowie zur Resilienz von Lieferketten bei.

Im Energiesektor ermöglicht UkraineConnect neue Investitionen von GOLDBECK SOLAR, einem deutschen Familienunternehmen im Bereich erneuerbare Energien. Mit dem UkraineConnect-Darlehen für hybride Solarparks mit Batteriespeichern baut die DEG ihr bestehendes Engagement mit GOLDBECK SOLAR weiter aus. Zuvor hatte sie das Unternehmen über das Programm ImpactConnect bei Solarprojekten in der Ukraine begleitet. Das aktuelle Vorhaben trägt dazu bei, die Energieversorgung in dem Land zu stabilisieren, weiter zu dekarbonisieren und stärker zu dezentralisieren.

Privatwirtschaft als Partner für Wiederaufbau und Stabilität

„Die ersten Monate von UkraineConnect zeigen: Deutsche Unternehmen sind bereit, auch unter schwierigen Bedingungen in der Ukraine zu investieren. Mit der Aufstockung des Finanzierungsinstruments können wir weitere Investitionen ermöglichen, die den Wiederaufbau des Landes unterstützen und zugleich neue wirtschaftliche Perspektiven schaffen“, sagte Jan Müller, Leiter der Abteilung „Deutsche Wirtschaft“ und der Connect-Programme bei der DEG, anlässlich der URC.

Die DEG finanziert und berät private Unternehmen in der Ukraine bereits seit Mitte der 1990er Jahre. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 ist sie gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft DEG Impulse im engen Austausch mit ihren Kunden vor Ort und unterstützt sie dabei, das Land und seine Bevölkerung zu stärken. Eine zentrale Erkenntnis aus diesem Engagement ist die bemerkenswerte Resilienz der ukrainischen Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich auch unter anhaltend schwierigen Bedingungen behaupten.

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