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Handgemacht in Kenia: Schmuckproduktion steigert Einkommen afrikanischer Kunsthandwerker

Meldung vom 26.11.2019 / DEG

Kunsthandwerk hat in Kenia eine lange Tradition und viele Menschen sind in diesem Sektor beschäftigt. In ländlichen Regionen mit lokalen Verkäufen ein Auskommen für die gesamte Familie zu erwirtschaften, ist jedoch kaum möglich. Hier setzt das Geschäftsmodell von SOKO an: Die Online-Plattform verbindet die ländlichen Werkstätten Kenias mit dem Weltmarkt.

Mit Hilfe einer digitalen Lieferkette organisiert das Unternehmen über 2.300 unabhängige Kunsthandwerker, die derzeit SOKO zuliefern. Diese erhalten über eine von SOKO entwickelte App Bestellungen und können Abrechnungen und Bestandaufnahmen erfassen.

"Virtuelle Fabrik" hilft, sozial und nachhaltig zu wirtschaften und Erträge zu steigern

Sobald Bestellungen eingehen, fertigen die Kunsthandwerker den Schmuck nach den von SOKO vorgegebenen Produktdesigns aus recyceltem Messing und nachhaltig und lokal bezogenem Materialien wie afrikanisches Ankole-Horn, Holz oder Knochen an. In der SOKO-Zentrale in Nairobi werden die Stücke anschließend veredelt und an die Endkunden in aller Welt verschickt. Die "virtuelle Fabrik" ermöglicht es den Künstlern, ihre Geschäfte nachhaltig zu führen, auszubauen und trotz abgelegener Produktionsstandorte internationale Märkte zu erschließen. Bis zu fünfmal mehr verdienen die Handwerker dank des Systems.

SOKO investiert rund 3 Millionen Euro, um sein Geschäftsmodell weiterzuentwickeln. 749.000 Euro davon werden im Rahmen des Up Scaling-Programms aus BMZ-Mitteln von der DEG bereitgestellt. Mit den Mitteln wird SOKO sein Geschäftsmodell weiter ausbauen sowie eine Vergoldungsanlage finanzieren, die es ermöglicht, die Schmuckstücke automatisiert mit dem Edelmetall zu beschichten und somit langlebiger und hochwertiger zu gestalten.

"Nicht nur schön": Schmuck mit Nachhaltigkeitseffekten

"Im Gegensatz zur zentralisierten Fabrikproduktion nutzen wir moderne Technologien, um die Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten, zu stärken – nicht um sie zu verdrängen. Wir sind stolz auf unsere Partnerschaft mit der DEG im Rahmen des Up-Scaling-Programms. Das Programm ermöglicht uns, unser Geschäftsmodell auszubauen und die Kunsthandwerker und die Gemeinden, in denen sie leben, noch stärker zu unterstützen," so Joanne Calabrese, Geschäftsführerin von SOKO.

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