Tipp: Aktivieren Sie Javascript, damit Sie alle Funktionen unserer Website nutzen können.

Windkraft für Indien

Windpark in Indien

In Entwicklungs- und Schwellenländern mangelt es häufig noch an zuverlässiger Energieversorgung. So steht auch der indische Bundesstaat Karnataka vor der Herausforderung, dass dort die Nachfrage nach Strom höher ist als die Produktion der Stromversorger aus herkömmlichen Energiequellen. Immer wieder kommt es zu Stromausfällen. Es zeichnet sich ab, dass dieses Stromdefizit in Zukunft weiter steigen wird – Industrie und Landwirtschaft werden zunehmend technisiert und benötigen immer mehr Strom. Eine Lösung des Problems sind Erneuerbare Energien-Projekte, da diese sich schneller umsetzen lassen als der Bau von konventionellen Kraftwerken – und das mit geringeren CO2-Emissionen.

Das 1992 gegründete Unternehmen Bhoruka Power betreibt 15 kleinere Wasserkraftwerke und fünf Windparks sowie zwei Solarparks mit einer Kapazität von insgesamt 320 MW.

Die DEG finanzierte 2010 den ersten Windpark von Bhoruka mit 8,3 Millionen Euro, weitere sieben Millionen mobilisierte sie durch den französischen Entwicklungsfinanzierer Proparco. 2012 ging der Windpark mit 17 Turbinen und Kapazität von 26 MW ans Stromnetz der Region Karnataka.

Ein weiterer Windpark entstand in 600 Kilometer Entfernung von Bangalore, der Hauptstadt von Karnataka, um dem steigenden Bedarf an Energie bedienen zu können. Hierfür stellte die DEG 2012 ein langfristiges Darlehen bereit. Der 49 MW Windpark versorgt bis zu 175.000 Menschen mit grünem Strom. Der Ausbau der Energieversorgung fördert das weitere Wirtschaftswachstum der ländlichen Region. Zudem errichtete Bhoruka mehrere Schulen und ein Krankenhaus und trägt auch auf diese Weise zur Entwicklung Karnatakas bei.

Weitere Informationen

Interview mit S Chandrasekhar, Geschäftsführer des indischen Windparkbetreibers Bhoruka Power