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Ausbau grüner Energieversorgung für Mobilfunkmasten

Mobile Telekommunikation prägt den Alltag weltweit. Ohne die notwendige Infrastruktur sind zuverlässige Online-Verbindungen nicht möglich. Daher investiert die libanesische IPT Powertech Group SAL (IPT) in Afrika und dem Mittleren Osten in dezentrale Energielösungen für Mobilfunkunternehmen. In elf Ländern in Afrika und im Mittleren Osten betreibt das Unternehmen mehr als 30.000 Masten von verschiedenen Mobilfunkbetreibern. In vielen Entwicklungsländern sind diese nicht an die öffentliche Energieversorgung angeschlossen, daher werden die Antennen zumeist über Anlagen direkt am Mast mit Energie versorgt – bisher vor allem mit Dieselgeneratoren.

IPT setzt bei der Stromversorgung zunehmend auf Solarstrom und leistungsfähige Batterien. Die dabei entstehenden Produktionsüberschüsse werden gespeichert, so dass die grüne Energie zu jeder Tageszeit genutzt werden kann. Insgesamt sollen so rund 40 Prozent der bisher benötigten Energie und rund 115.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden.

Dazu erwirbt das Unternehmen die Anlagen, rüstet sie um und verkauft anschließend den Strom an Mobilfunkanbieter auf Basis langfristiger Verträge. Bereits rund 4.500 Mobilfunkmasten betreibt das Unternehmen nach diesem TESCO (Telecom–Energy-Service-Company)-Modell.

Für die Umrüstung weiterer Masten stellte die DEG dem Unternehmen 2019 ein langfristiges Darlehen in Höhe von 25 Mio. USD bereit. Weitere 20 Mio. USD kamen von der Proparco und 10 Mio. USD von Finfund; das Darlehen der Finanzierer aus dem EDFI-Verbund wurde von der DEG syndiziert. IPT beschäftigt rund 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Zuge des Ausbaus sollen weitere 2.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze geschaffen werden.