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Infrastruktur

DEG finanziert privates Wasserkraftwerk in Peru

Im Nordwesten Perus an der Grenze zu Ecuador ist das private Wasserkraftwerk Poechos 1 der Sindicato Energético S.A. (SINERSA) mit einer Kapazität von 15,4 Megawatt ans Netz gegangen. 20.000 Menschen können dank dieses Kraftwerks erstmals mit Strom versorgt werden.

Schon 1975 wurde der Stausee Poechos für Bewässerungszwecke gebaut und kleinere Wasserkraftwerke geplant. Doch dem Staat fehlte das Geld für die Realisierung. Nach der Öffnung des Strommarktes für private Unternehmen in den 1990er Jahren griff eine kleine Gruppe lokaler und internationaler Investoren das Konzept auf. Sie gründeten SINERSA und errichteten mit dem 12,5 Megawatt-Kraftwerk Curumuy das erste private Wasserkraftwerk Perus.

Mit Poechos 1 erzeugt jetzt ein zweites kleineres Kraftwerk Elektrizität aus dem Wasser des Stausees, das anschließend in zwei Flüsse abgeleitet wird und zur landwirtschaftlichen Bewässerung genutzt wird. Der Strom wird auf Basis langjähriger Stromabnahmeverträge an die teilprivatisierte, regionale Energieversorgungsgesellschaft Electronoreste geliefert und in das nationale Stromnetz eingespeist. Electronoreste hat Verteilerstationen errichtet, um auch die Haushalte in entlegeneren Gebieten ans Netz anschließen zu können.

Poechos 1 wurde von der DEG gemeinsam mit der Inter-American Investment Corporation (IIC) und dem Infrastrukturfonds Corporacion Interamericana para el Financiamiento de Infraestructura (CIFI) finanziert.

Langfristige Finanzierung für ersten privaten Windpark in Brasilien

Im Nordosten Brasiliens herrscht eines der attraktivsten Windklimata in Lateinamerika. Dort errichtete Wobben Windpower Ceará Ltda., eine Tochter der Enercon GmbH, Aurich, den ersten privat betriebenen Windpark in Brasilien. Die Anlage produziert mit 30 Turbinen 42 Millionen Kilowattstunden Strom - das entspricht dem Jahresverbrauch von rund 8.000 Haushalten.

Die DEG ist der einzige Darlehensgeber, da Geschäftsbanken von einer langjährigen Projektfinanzierung Abstand nahmen. Mit diesem Projekt unterstützt die DEG ein deutsches mittelständisches Unternehmen bei seiner Internationalisierungsstrategie. Der Eintritt in den brasilianischen Markt hat für Enercon, das Rotorblätter seiner Turbinen  bereits selbst in Brasilien an zwei Standorten produziert, Pilotcharakter für Lateinamerika. 

Durch den Einsatz erneuerbarer Energie wird dem Amazonas-Urwald eine Belastung von rund 57.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr erspart. Diese Menge emittiert ein Kohlekraftwerk in Deutschland bei gleicher Stromproduktion.


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